Erste Sprache – Zusammenfassung der Prämisse und Behauptung

Ursprünglich verfasst im März 2018 von Garnet Dupuis
Überarbeitet und ergänzt am 31. Juli 2021

Einleitung & Definition

Das Konzept der Ersten Sprache beschreibt die primäre menschliche Fähigkeit, Wissen durch direkte Erfahrung zu erlangen, noch vor intellektuellem Denken, symbolischer Interpretation oder bewusster Analyse. Es postuliert, dass das Bewusstsein auf subtile Bewusstseinszustände zugreifen kann, in denen Informationen direkt durch innere sensorische Erfahrung wahrgenommen werden, anstatt durch gewöhnliches Denken.

"Die Erste Sprache ist ein neuer und neuartiger Begriff, der die primäre Fähigkeit des Menschen beschreibt, Wissen auf einer vor-intellektuellen Ebene direkt zu erfahren und zu erlangen, wenn das Bewusstsein auf die subtilen Bewusstseinszustände und ihre inneren sensorischen Ausdrücke gerichtet ist."

Die Ozean-Analogie

Stellen Sie sich das menschliche Gehirn als einen Ozean vor.

  • Die Oberfläche repräsentiert das gewöhnliche bewusste Gewahrsein.
  • Der tiefe Ozean repräsentiert unbewusste Prozesse jenseits des Gewahrseins.
  • Die mittlere Zone repräsentiert die Erste Sprache – eine Brücke zwischen bewusstem Gewahrsein und den tiefsten Ebenen des Geistes.

So wie der Ozean trotz seiner verschiedenen Schichten als ein integriertes System funktioniert, arbeitet das Gehirn als kontinuierliches Ganzes, in dem bewusste, unterbewusste und unbewusste Prozesse ständig Informationen austauschen.

Erste Sprache ist nicht der Erste Zustand

Der Artikel unterscheidet zwischen dem Ersten Zustand und der Ersten Sprache.

Der Erste Zustand bezieht sich auf die tiefste fundamentale Bedingung der menschlichen Existenz – historisch mit Begriffen wie Selbst, Geist, Seele oder Atman beschrieben. Die Erste Sprache fungiert als Kommunikationsbrücke, die diesen fundamentalen Zustand mit der gewöhnlichen bewussten Erfahrung verbindet.

Eine Kommunikationssprache

Anstatt gesprochener Worte wird die Erste Sprache als ein altes Kommunikationssystem betrachtet, das den Informationsfluss in lebenden Organismen ermöglicht.

Laut dem Artikel ermöglicht diese Kommunikation:

  1. Informationsaustausch zwischen dem Organismus und seiner Umwelt.
  2. Globale Kommunikation innerhalb des Organismus selbst.
  3. Kommunikation zwischen lebenden Organismen.

Der Erste Moment

Die Erste Sprache lässt auch das entstehen, was der Autor den Ersten Moment nennt – eine unmittelbare Erfahrung reiner Präsenz, bevor Reflexion oder Interpretation beginnen.

Die Abfolge wird beschrieben als:

  1. Erster Moment – direkte Erfahrung.
  2. Zweiter Moment – Reflexion.
  3. Dritter Moment – Reaktion.

Dieser unmittelbare Zustand wurde in vielen Traditionen als „nacktes Bewusstsein“, „das Hier und Jetzt“ oder „die Kraft des Jetzt“ beschrieben.

Von Sprache zu Information

Der Artikel erweitert die Bedeutung von Sprache schrittweise:

Sprache → Kommunikation → Information → Organisation

Biologische Organisation hängt weniger von Energie allein ab, sondern mehr von den bedeutungsvollen Informationen, die in lebenden Systemen transportiert werden.

Licht und Schall als früheste Signale

Es wird vorgeschlagen, dass die Erste Sprache aus den fundamentalsten Formen biologischer Kommunikation entstanden ist:

  • Photonen – Pakete elektromagnetischen Lichts.
  • Phononen – mechanische Schwingungen, die mit Schall und Wärme verbunden sind.

Diese repräsentieren zwei grundlegende Signalsysteme:

  1. Elektromagnetische Strahlung (Licht).
  2. Mechanische Schwingung (Schall).

Die bekannten Sinne Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken werden als spätere evolutionäre Ausprägungen dieser viel älteren internen Kommunikationssysteme vorgeschlagen.

Neuroplastizität war schon immer aktiv

Der Artikel argumentiert, dass Neuroplastizität nicht nur als Veränderung im Gehirn betrachtet werden sollte. Stattdessen umfasst die Anpassung den gesamten Organismus – einschließlich Gehirn, Herz, Darm, Haut und Körper als integriertes System.

Kontinuierliche Anpassung war schon immer grundlegend für Leben und Evolution, was Neuroplastizität zu einem alten biologischen Prinzip macht und nicht zu einer modernen Entdeckung.

„Innen“ und „Außen“ neu denken

Die vertraute Unterscheidung zwischen innerer und äußerer Erfahrung wird als nützliche Metapher und nicht als absolute Realität dargestellt.

Wissenschaftliche Perspektiven deuten zunehmend darauf hin, dass lebende Organismen als kontinuierlich interagierende Systeme ohne starre Grenzen zwischen Selbst und Umwelt funktionieren.

Der Mensch als offenes System

Die Systemtheorie beschreibt den Menschen als offenes System, das ständig Folgendes austauscht:

  • Informationen
  • Energie
  • Materie

Dieser kontinuierliche Austausch unterstützt Selbstorganisation, Anpassung und Kommunikation – allesamt grundlegende Merkmale der vorgeschlagenen Ersten Sprache.

Kohärenz und die Musik der Natur

Der Artikel diskutiert die Arbeit von Forschern wie Ilya Prigogine, Herbert Fröhlich, Mae-Wan Ho und anderen, die kohärente biologische Organisation durch elektromagnetische Wechselwirkungen erforschten.

Der Autor beschreibt das weite elektromagnetische Spektrum als „Musik der Natur“ – ein energetisches Alphabet, durch das sich lebende Systeme verständigen und organisieren.

Das biologische Feld

Jenseits einzelner Strukturen erforscht der Artikel das Konzept biologischer Felder, was darauf hindeutet, dass Kommunikation sich durch den Organismus als Ganzes und sogar über die offensichtlichen Grenzen des Körpers hinaus erstrecken kann.

William James' Feldtheorie des Bewusstseins und spätere Forschungen zu bioelektromagnetischen Feldern werden als wichtige Entwicklungen zur Unterstützung dieser Perspektive dargestellt.

Religiöse Symbole und die Erste Sprache

Der Artikel untersucht auch Forschungsergebnisse, die darauf hindeuten, dass gängige religiöse Symbole wie Kreise, Kreuze, Sterne, Spiralen und Tunnel angeborene geometrische Muster widerspiegeln könnten, die mit fundamentalen Bewusstseinszuständen verbunden sind.

Diese wiederkehrenden Formen könnten äußere Ausdrucksformen der inneren visuellen Sprache darstellen, die vom Nervensystem auf natürliche Weise erzeugt wird.

Fazit

Die Erste Sprache wird als angeborenes, vor-intellektuelles Kommunikationssystem dargestellt, das unsere tiefsten biologischen Grundlagen mit dem bewussten Gewahrsein verbindet. Statt auf Worte angewiesen zu sein, kommuniziert sie durch Muster von Licht, Klang, Vibration, Organisation und direkter Erfahrung.

Durch das Verständnis dieser subtilen Sprache, so der Artikel, könnten wir besser einschätzen, wie Wahrnehmung, Lernen, Anpassung und Bewusstsein aus der kontinuierlichen Interaktion des gesamten Organismus mit sich selbst, anderen Lebewesen und der umgebenden Umwelt entstehen.

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